Glossar
- Altersklassen
- Turniere werden in der Regel nach Altersklassen getrennt durchgeführt. Ausschlaggebend ist der Geburtsjahrgang. Der Wechsel in die nächstältere Klasse erfolgt zu Beginn der neuen Saison nach der Sommerpause.
- Schüler
- 9 bis 11 Jahre. Starten nach Jahrgängen getrennt. Fechten mit der Miniwaffe.
- B-Jugend
- 12 bis 13 Jahre. Starten nach Jahrgängen getrennt. Bei der A-J startberechtigt
- A-Jugend
- 14 bis 16 Jahre. Bei Junioren startberechtigt. Kadetten Weltmeisterschaft. ("Cadettes")
- Junioren
- 17 bis 19 Jahre. Bei Aktiven startberechtigt. Junioren Weltmeisterschaft ("Juniors")
- Aktive
- ab 20 Jahre. Aktive Weltmeisterschaften ("Seniors")
- Senioren
- ab 40 Jahre. Senioren Weltmeisterschaften ("Vétérans")
- Allez!
- (franz.) Los! Kommando zu Beginn oder Forsetzung des Gefechtes.
- Angriff
- Offensivaktion die vor einem Angriff des Gegner begonnen wird und aus einer Vorwärtsbewegung und Streckung des Waffenarmes besteht. Während des Angriffs muss die gegnerische Treffläche ununterbrochen bedroht werden.
- Einfacher Angriff
- Der Angriff wird mit einer einzigen Bewegung durchgeführt.
- Direkter Angriff
- Die Spitze zeigt von Beginn bis zum Treffer auf die selbe Blöße
- Indirekter Angriff
- Der Angriff beginnt mit der Bedrohung einer Blöße, nach einer Umgehung wird eine andere getroffen.
- Zusammengesetzter Angriff
- Mit mehreren Bewegungen durchgeführter Angriff
- Angriff erster Absicht
- Der Angreifer versucht mit seinem Angriff den Treffer zu setzen.
- Angriff zweiter Absicht
- Der Angreifer will eine Parade-Riposte des Gegners provozieren um dann mit einer Konterriposte zu treffen.
- Angriffsrecht
- siehe Treffervorrecht
- Antwortangriff
- siehe Riposte
- Assaut
- (franz.) Übungsgefecht
- Arrêt
- Zwischen- oder Aufhaltestoß in einen Angriff des Gegners herein. Wichtig beim Degen da hier kein Treffervorrecht gilt.
Beim Florett und Säbel gilt der Angriff des Agreifers wenn er (auch ungültig) trifft.
- Attaque
- (franz.) Angriff
- Aufruf
- a.) Zu Beginn eines Turnier muss ein Fechter bis zu diesem Zeitpunkt seinen Fechtpass abgeben haben. Nach einem zweiten Aufruf werden Fechter, die sich dann immer noch nicht angemeldet haben vom Turnier ausgeschlossen.
b.) Zu Beginn jeder Runde ruft der Obmann alle Fechter auf. Erscheint ein Fechter beim zweiten Aufruf nicht, wird er ausgeschlossen.
- Aufstellung
- Der zuerst aufgerufene Fechter stellt sich rechts vom Obmann auf der Bahn auf. Linkshänder stellen sich unabhängig von der Aufrufreihenfolge immer links vom Obmann auf, damit dieser die Aktionen leichter verfolgen kann. Bei zwei Linkshändern stellt sich der zuerst aufgerufene wieder rechts auf.
- Ausfall
- Fechtypisches Element der Beinarbeit. Dient der plötzlichen Annäherung an den Gegner. Genaue Beschreibung unter Beinarbeit
- Ausfallbein
- Das vordere Bein in Fechtstellung
- Auslage
- Position des Waffenarmes. In Normalauslage ist der Waffenarm leicht gebeugt, die Spitze zeigt auf die gegnerische Trefffläche. Abhängig davon ob die Spitze auf die Brust oder auf den Bauch des Gegners zeigt, unterscheidet man zwischen oberer und unterer Auslage.
- Ausweichangriff
- siehe Umgehungsangriff
- Balestra
- (ital.) Sprung vor - Ausfall
- Battuta
- (ital.) siehe Klingenschlag
- Beseitigungsbewegungen
- Klingenbewegungen mit denen die gegenerische Klinge von der eigenen Trefffläche abgelenkt wird: Paraden, Schläge, Bindungen. Erfolgreiche Beseitigungsbewegungen haben das Treffervorrecht zur Folge.
- Bezirk
- Untereinheit des Württembergischen Fechterbundes. Der WFB gliedert sich in die Bezirke Donau, Neckar Fils, Oberland, Stuttgart, Schwarzwald und Unterer Neckar. Der TSV Leinfelden gehört dem Bezirk Stuttgart an. Die Bezirke richten u.a. Turniere aus auf denen man sich zu den Württembergischen Meisterschaften qualifizieren kann.
- Bezirksfechtwart
- Vorsitzender eines Bezirks im WFB. Organisiert Qualifikationturniere im Bezirk und nimmt die Turnierreifeprüfungen ab.
- Bindung
- Erfassen und Beherrschen der gegnerischen Klinge. Am günstigsten wird die Schwäche der gegnerischen Klinge mit der eigenen Stärke beherrscht.
- Bindungsangriff
- Angriff, der mit einer Bindung eingeleitet wird. Zum Beispiel Quartbindung - Schritt und Bindung halten - Bindung lösen und Line - Ausfall. Oder Sixtbindung mit Schritt vor - Ausfall mit Gleitstoss.
- Bingo
- Wurfstoss, "Unechtes Coupe". Arm- und Handgelenk werden gebeugt dann schnell wieder gestreckt. Durch abruptes Stoppen der Bewegung biegt sich die Spitze der Klinge nach unten und es ist möglich Treffer auf eine sonst nicht erreichbare Fläche zu setzen. Zum Beispiel beim Degen auf den Handrücken hinter die gegnerische Glocke, oder beim Florett auf den Rücken. Beim Florett wurde diese Praxis aber durch Verlängerung der Kontaktzeit zum Auslösen eines Treffers stark erschwert.
- Blockadezeit
- Die Zeit nach Aufkommen des ersten Treffers nach dem der Melder "blockiert", d.h. keinen weiteren Treffer mehr anzeigt.
Florett: 300 msec
Degen 20 msec
Säbel 120 msec
- Blöße
- Bereich der gültigen Trefffläche. Der Torso wird in vier Blößen eingeteilt. Außen bezeichnet die Hälfte mit dem Waffenarm, sie ist dem Gegner am nächsten: Äußere obere Blöße, Äußere untere Blöße, Innere obere Blöße, Innere untere Blöße.
- Bodentreffer
- Stöße, die neben der Fechtbahn auf den Boden aufkommen. Stöße auf die Fechtbahn werden nicht angezeigt. Beim Florett leuchtet ein weisse Lampe (ungültig). Beim Degen eine farbige Lampe. Der Obmann muss hier erkennen, dass es sich um einen Bodentreffer gehandelt hat, der nicht gezählt werden darf. Das kann vorkommen weil beim Degen versucht werden kann, den gegnerische Fuß überraschend zu treffen.
- Bodenverlust
- Verlässt ein Fechter mit einem oder beiden Füssen seitlich die Bahn wird das Gefecht unterbrochen und wird mit einem Meter Bodenverlust bestraft. Geschah das absichtlich um einem Treffer zu entgehen erhält er zusätzlich die Gelbe Karte.
- Brokatweste
- siehe Elektroweste
- Brustschutz
- Steifer Schutz für den Brustbereich, den Fechterinnen zusätztlich zur anderen Schutzkleidung tragen müssen.
- Cavation
- Umgehung der gegnerischen Klinge mit der eigenen Spitze um die gegnerische Glocke.
- CEE
- Confédération Européenne d'Escrime. Europäischer Fechterbund.
- Circulation
- (franz.) siehe Kreisstoß, Umgehung
- Contre-attaque
- (franz.) siehe Gegenangriff
- Contre-riposte
- (franz.) siehe Kontrariposte
- Corps á Corps
- (franz.) siehe Körper an Körper
- Coupé
- Umgehung der gegnerischen Klingenspitze mit der eigenen Waffenspitze, Auch als Wurfstoss bezeichnet.
- Defait
- (franz.) Niederlage. Wird im Tableau mit D und den gegebenen Treffern eingetragen z.B. D3. Meist wird aber verkürzt nur die Anzahl der gegeben Treffer eingetragen. In der Zeile des Siegers wird V (Victoire) eingetragen.
- DFB
- Deutscher Fechterbund. Dachorganisation aller in Deutschland eingetragener Fechtvereine und -abteilungen
- Direktausscheidung
- Turniermodus, bei dem nur die Sieger des jeweiligen Kampfes in die nächste Ausscheidungsrunde weiterkommen. Die einzelnen Paare werden aufgrund einer in den Vorrunden ermittelten Rangliste zusammengestellt. Zum Beispiel Erster gegen Letzter, Zweiter gegen Zweitletzten usw. In der Direktausscheidung wird auf 15 Treffer, maximal in neun Minuten, in drei Abschnitten von 3 min mit einer Minute Pause dazwischen gefochten. In der B-Jugend auf 10 Treffern, 6 Minuten und bei Schülern auf 8 Treffern in 6 Minuten.
- Doppeltreffer
- Beim Degen: wenn beide Fechter innerhalb von 20 msec treffen, erhalten beide Fechter einen Treffer zugeschrieben. Beim Florett und Säbel gilt das Treffervorrecht. Der Obmann schreibt dem Fechter, der das Vorrecht innen hatte, z.B. weil er angegriffen oder pariert hat zu. Wenn der Obmann entscheidet, daß beide Fechter gleichzeitig angegriffen haben, annulliert er beide Treffer (Simultanée, Tempo commune, häufig verkürzt nur als "Tempo" bezeichnet).
- Einladung
- Bestimmte Waffenstellung z.B. Sixt, Quart, Octave, Septim. Kann in der Absicht den Gegner zu einem bestimmten Angriff herauszufordern eingenommen werden. Z.B. entblößt die Oktav die oberen Blößen.
- Elektromelder
- Elektrisches Anzeigegerät, das Treffer optisch und akustisch anzeigt. Eine rote und eine grüne Lampe zeigen gültige Treffer an. Beim Florett zeigen zusätzlich weiße Lampen auf jeder Seite ungültige Treffer an. Die Treffer werden auf der Seite des Fechters der sie setzt angezeigt.
- Elektroweste, Elektrojacke
- Überziehweste (Florett) bzw. Jacke (Säbel), die mit elektrisch leitenden Metallgewebe die gültige Trefffläche bedeckt.
- En garde
- (franz.) Kommando "Stellung" bei Beginn oder Fortsetzung des Gefechtes
- Etes vous prêtes?
- (franz.) "Sind sie fertig?". Bei Bejahung oder Ausbleiben einer Antwort folgt das Kommando "En garde" (Stellung) und dann "Allez" (Los).
- Faustlagen, -stellungen
- siehe Positionen
- Fechtbahn
- Metallbahn, die entweder fest verlegt ist, oder ausgerollt werden kann. 14 m lang und 1,50 bis 2,00 m breit. Mit 5 Querlinien zur Markierung: Mittelinie. 2m links und rechts davon die beiden Startlinien hinter denen sich die Fechter zu Beginn des Gefechtes und nach jedem gültigen Treffer aufstellen. Endelinien: Überschreitet der Fechter mit beiden Füssen die hintere Endelinie erhält er einen Straftreffer. Verläßt er die Fechtbahn seitlich mit einem oder beiden Füßen wird er mit einem Bodenverlust von einem Meter bestraft. Treffer die auf die Fechtbahn aufkommen werden von dem Meldegerät nicht angezeigt.
- Fechtgruß
- Besondere Geste mit der Waffe zur Begrüßung des Gegners, der Obmanns und der Zuschauer. Auch nach Ende des Gefechts muss laut Reglement gegrüßt werden.
- Fechtkleidung
- Ab der B-Jugend muss die Fechtkleidung den Sicherheitsvorschriften von FIE und DFB entsprechen und mit den Prüfmarken der FIE (auf Maske, Jacke, Hose und Unterziehweste) versehen sein. Die Kleidung muss eine Belastung von 800 Newton, Maske und Maskenlatz 1600 Newton widerstehen. Damit sind Verletzungen auch mit abgebrochenen oder scharfen Waffen bei vorschriftsgemässer Bekleidung nahezu ausgeschlossen. Zur Ausrüsung gehören weiterhin Handschuh, Brustschutz bei Mädchen und Damen, Kniestrümpfe und E-Weste (Florett) bzw. E-Jacke (Säbel). Die Schuhe unterliegen keinen besonderen Vorschriften, es gibt aber spezielle Modelle,
die für die besonderen Anforderung im Fechten ausgelegt sind. Sie haben relativ flache Sohlen und abgerundete Fersen.
- Fechtpass
- Bei Bestehen der Turnierreifeprüfung erhält der Fechter einen Pass des DFB, in dem alle Turnierergebnisse eingetragen werden. Der Pass muss vor Beginn des Turniers mit gültiger Lizenzmarke dem TD vorgelegt werden. Bei Jugendlichen unter 18 Jahren muss ausserdem eine ärztliche Bestätigung der Sporttauglichkeit, nicht älter als 365 Tage, vorgelegt werden.
- Fechtstellung
- Die für das Fechten güngstigste Ausgangstellung. In der Fechtstellung kann man leicht zwischen Vorwärts- und Rückwärtsbewegung umschalten.
und bietet dem Gegner eine kleinere Treffläche. Der hinter Fuß steht senkrecht zum vorderen. Der vordere Fuß und die hintere Ferse stehen auf einer Linie (Gefechtslinie). Die beiden Füße sind ungefähr 1.5 Fußlängen entfernt. Die Beine sind gebeugt. Das Körpergewicht ist gleichmäßig auf beide Füße verteilt.
Die hintere Schulter ist vom Gegner weggedreht. Der Waffenarm ist leicht gebeugt, die Spitze zeigt auf den Gegner. Siehe Beinarbeit - Fechtstellung
- Fechttempo
- Zeitdauer für die Ausführung einer einfachen Aktion. Z.B. entspricht ein Schritt-Vor einem Fechttempo. Schritt-Vor Ausfall entspricht zwei Tempi.
Wichtig beim Florett und Säbel weil ein Zwischenstoss recht zu geben ist, wenn er ein Tempo vor dem Stoss des Gegners trifft.
- FIE
- Fédération International d'Escrime. Internationaler Fechtverband, Weltdachorganisation des Fechtsports.
- Filo
- siehe Gleitstoß
- Finale
- Beim Fechten ist meist das Finale der letzten Acht gemeint. Bei grösseren Turnieren wird es meist auf einer für das Publikum gut einsehbaren Hochbahn ausgefochten.
- Finte
- Scheinangriff. Eine Finte wird angewandt um eine bestimmte Parade des Gegners zu provozieren. Sie besteht idR aus einer Linie (Bedrohung der gegnerischen Treffläche) mit einer Annäherung. Um Wirkung zu zeigen, muss sie überzeugend sein. Der Gegener muss denken er wird direkt angegriffen.
- Fintangriff
- Ein zusammengesetzer Angriff der mit einer Finte beginnt. Der Gegner reagiert mit einer Parade, die der Angreifer umgeht. Der Stoß erfolgt dann in die neu geöffnete Blöße. Es können auch mehrere Umgehungen (eine pro Parade des Gegners) dem Endstoß vorausgehen.
Wichtig für das Angriffrecht ist, dass beim Fintangriff die Linie nicht zurückgezogen wird und die gegnerische Treffläche ununterbrochen bedroht wird.
- Flanke
- Die Treffläche unterhalb des Waffenarms.
- Fléche
- Sturzangriff. Explosiver Angriff, der mit einer dynamischen Verlagerung des Gewichts über das vordere Bein gefolgt von der Streckung des vorderen Beines beginnt. In der folgenden, kurzen Flugphase sollte der Treffer gesetzt werden. Das hintere Bein schwingt nach vorne und fängt den Fléche ab (laufähnliche Bewegung die Beine überkreuzen). Nach ein oder zwei Laufschritten sollte man wieder in Fechtstellung zu stehen kommen.
Der Fléche ist beim Säbel ausdrücklich untersagt, hier dürfen nur noch Elemente der Beinarbeit angewendet werden, bei denen die Beine nicht überkreuzt werden.
- Florett
- Stosswaffe. Die Gesamtlänge beträgt maximal 110 cm. Die Klinge ist von der Glocke maximal 90 cm lang. Der Glockendurchmesser beträgt maximal 12 cm. Die Spitze muss mit einem Druck von 500g auf der Brokatweste des Gegners eingedrückt werden, um einen Treffer anzuzeigen.
- Freier Angriff
- Angriff, der im Unterschied zum Klingenangriff ohne Klingenkontakt ausgeführt wird. Beispiel: Gerader Stoß oder ein Umgehungsangriff.
- Gefecht
- Rundengefecht: auf 5 Treffer . In der Direktausscheidung auf 15 Treffer (B-Jugend und Schüler 10). Siehe auch Kampfzeit. [Seit Ende 2008 fechten auch die Schüler auf 5 bzw. 10 Treffer]
- Gefechtslinie
- Gedachte Linie, auf der sich der in der Fechtstellung stehende Fechter auf der Fechtbahn vor und zurück bewegt. Beide Fersen des Fechters stehen auf dieser Linie
- Gegenangriff
- Offensive Aktion in die Vorbereitung des gegnerischen Angriffes oder auch in einen schon begonnenen, zusammengesetzten gegnerischen Angriff hinein.
- Gelbe Karte
- Verwarnung. Die nächste Verwarnung zieht eine rote Karte und damit einen Straftreffer nach sich. Siehe auch Verstoß.
- Gerader Stoß
- Einfachste Angriffaktion ohne Klingen Kontakt, bei der die Klingenspitze einer geraden Linie zur offenen Blöße des Gegners folgt.
- Gleitstoß
- Stoß, bei dem die eigene Klinge an der gegnerischen Klinge nach einer genommenen Bindung oder Parade entlang gleitet bis die Spitze den Gegner trifft.
- Glocke
- Schutz für Hand und Unterarm, der sich zwischen Griff und Klinge der Waffe befindet.
- Grundstellung
- Ausgangsstellung zur Einnahme der Fechtstellung. Vorderer und hinterer Fuß sind senkrecht zueinander, die Fersen berühren sich. Die Schulter des waffenfreien Arms ist nach hinten gedreht.
- Halbkreisparade
- Die gegnerische Klinge wird durch eine halbkreisförmige Bewegung von oben nach unten oder umgekehrt abgewehrt. Siehe Vertikale Übergänge
- Halte!
- (franz.) Halt. Kommando des Obmanns, das das Gefecht unterbricht. Treffer nach "Halt" werden nicht gezählt.
- Hoffnungslauf
- Spezieller Austragungsmodus der Direktausscheidung. Nach einer Niederlage in der Direktauscheidung kommt der Fechter in den Hoffnungslauf. Erleidet er eine weitere Niederlage scheidet er aus. Über den den Hoffnungslauf müssen doppelt so viele Gefechte bis zum 8-Finale bestritten werden wie im Hauptlauf.
- Index
- Verhältnis der erzielten Siege zur Anzahl der insgesamt absolvierten Gefechte (Index 1). Entscheidet über die Reihenfolge der Fechter nach einer Ausscheidungsrunde. Erzielen mehrere Fechter den gleichen Index 1, wird für die Platzierung der Index 2 (ausgeteilte minus erhaltene Treffer) ermittelt.
- Inkontro
- Wenn beim Florett oder Säbel auf beiden Seiten Lampen leuchten, liegt entweder ein Simultanée (gleichzeitiger Angriff) oder ein Inkontro vor, d.h. einer der beiden Fechter hat das Treffervorrecht ignoriert. Z.B. Fechter A greift an und zieht den Angriff durch, Fechter B stößt mit anstatt zu parieren. Fechter B hat das Inkontro begangen. Fechter A erhält den Treffer.
- Kampfgericht
- Leitung einer Runde bzw. Gefechts. Besteht in der Regel aus dem Obmann, dem aber auch noch ein Zeitnehmer sowie zwei Seitenrichter assistieren können.
- Klingenschlag
- Kampfzeit
- Effektive Dauer eines Gefechts. Bei jedem "Halt" des Obmanns wird die Uhr angehalten, bei "Los" wieder gestartet. Die effektive Kampzeit beträgt bei Rundengefechten auf 5 Treffer maximal 3 Minuten.
In der Direktausscheidung bei Schüler und B-Jugend (10 Treffer) maximal zweimal 3 Minuten mit einer Pause von einer Minute. In der Direktausscheidung ab A-Jugend (15 Treffer) maximal dreimal 3 Minuten mit zwei Pausen von einer Minute.
Ist nach Ablauf der Kampfzeit die maximale Anzahl von Treffern nicht erreicht gewinnt der Fechter mit der höheren Trefferzahl. Bei Gleichzahl wird die Kampfzeit um maximal 1 Minute verlängert. Der Fechter der in der Verlängerung den ersten Treffer erzielt gewinnt ("sudden death").
Vor Beginn der Verlängerungsminute wird ein Fechter ausgelost, der als Sieger gilt, falls kein Treffer in der Verlängerung fällt (Vorteil).
- Klingenangriff
- Angriff mit Klingenkontakt: Schlag, Bindung oder Gleitstoß. Immer zwingend erforderlich, wenn die eigene Trefffläche durch die gegnerische Klinge bedroht wird.
- Klingenbiegung
- Die maximal erlaubte Biegung beträgt beim Degen 1 cm beim Florett 2 cm beim Säbel 4 cm.
- Klingenschlag
- Schlag mit der eigenen Klinge auf die gegnerische Klinge. Hat das Angriffsvorrecht zur Folge. Der Schlag sollte möglichst mit der Stärke oder Mitte der eigenen Klinge erfolgen. Ausholbewegungen dabei sind technisch falsch, weil der Gegner gewarnt wird und unnötig Zeit verschwendet wird.
- Körper an Körper
- Die Körperberührung mit dem Gegner ist beim Florett und Säbel grundsätzlich verboten und wird mit einer Gelben Karte geahndet. Wird "Körper an Körper" absichtlich hebeigeführt um einen Treffer zu vermeiden, wird es auch beim Degen mit der "Gelben Karte" bestraft.
- Körperparade
- Meidebewegung, Abwehrreaktion mit der anstatt einer Klingenparade der gegnerische Treffer vermieden wird. Z.B. Schritt zurück, Sprung zurück, seitliches Ausweiche oder Abducken.
- Kontaktzeit
- Die Zeitdauer die die Spitze beim Degen bzw. Florett auf der Trefffläche eingedrückt sein muss um einen Treffer anzuzeigen. Beim Säbel die Berührungzeit mit der Trefffläche.
Florett: 15 Millisekunden
Degen: midestens 2 Millisekunden
Säbel: zwischen 0.1 und 1 Millisekunde
- Kontrariposte
- Offensivaktion nach einer erfolgreich abgewehrten Riposte.
- Kreisbindung
- Nehmen einer Bindung durch eine Kreisbewegung der eigenen Spitze um die gegnerisch Glocke. Die Klinge befindet sich nach der Aktion wieder in der gleichen Lage wie bei Beginn der Aktion.
Zum Beispiel: eigene Auslage Sixt. Die gegnerische Klinge ist ungebunden und bedroht meine obere äußere Blöße. Durch eine Kreisixtbindung bringe ich sie unter Kontrolle, die gegnerische Klinge ist außen gebunden und ein Stoß würde aussen vorbeigehen.
- Kreisparade
- Parade durch eine Kreisbewegung der eigenen Spitze um die gegnerische Glocke. Prinzipiell gleiche Ausführung wie bei Kreisbindung.
- Kreuzschritt
- Vorwärts- oder Rückwärtsschritt, bei dem die Füsse "über Kreuz" gesetzt werden. Beim Säbel nicht erlaubt.
- Lektion
- Einzelunterricht des Fechters durch seinen Trainer.
- Linie
- Gestreckter Waffenarm, die Spitze zeigt auf die gültige Treffläche.
- Lizenz
- Jährlich zu erwerbende Marke des DFB, die in der Fechtpass geklebt wird. Ohne Lizenz ist kein Turnierstart möglich.
- Melder
- siehe Elektromelder
- Maraging
- Spezieller Stahl. Maraging-Klingen sind bruchsicherer und brechen stumpf. Sie sind im Florett vorgeschrieben.
- Maske
- Schutz für Kopf und Hals. Besteht aus der eigentlichen Maske aus einem Stahlgeflecht und einem Latz. Beide Teile müssen einen Druck von 1600 N/cm2 widerstehen. Im Säbel muss die Maske elektrisch leitent sind und wird mit einem Elektrokabel mit der E-Jacke verbunden.
- Miniwaffe
- Kürzere Waffe für die Altersklasse der Schüler, die Klinge des Miniflorett z.B. ist maximal 77cm lang
- Match
- (franz.) siehe Gefecht.
- Meidebewegung
- siehe Köperparade.
- Mensur
- Abstand zum Gegner. Fechtabstand
- Enge Mensur
- Das Stecken des Armes (Linie) reicht zum Treffen aus.
- Mittlere Mensur
- Linie und eine einfache Beinbewegung (Schritt, Sprung oder Ausfall) sind zum Treffen nötig.
- Weite Mensur
- Linie und zwei Beinbewegungen sind zum Treffen nötig (z.B. Schritt vor - Ausfall).
- Mitstoß
- Beim Florett und Säbel unberechtigter Stoß bzw. Hieb in den gegnerischen Angriff hinein.
- Nachstoß, Nachsetzen
- Angriffsfortsetzung oder -verlängerung nach einem nicht erfolgreichen Angriff.
- Nahkampf
- Näherer Fechtbstand als bei der engen Mensur. Ein Nahkampf ist solange erlaubt, wie normaler Waffengebrauch noch möglich ist und der Obmann den Aktionen noch folgen kann. Aus dem Nahkampf ist es schwierig Treffer zu setzen. Dazu werden spezielle Techniken wie zum Beispiel der Stoß aus der Prim heraus angwandt.
- Obmann
- Kampfrichter. Er leitet das Gefecht, entscheidet bei Florett und Säbel über das Treffervorrecht und bestraft regelwidriges Verhalten.
- Oktav
- 8. Position. Klingenposition die die untere äußere Blöße deckt.
- Oppositionsparade
- Direkte Druckparade gegen eine gegnerische Bindung.
- Parade
- Abwehraktionen um einen Angriffstreffer zu verhindern.
- Klingenparade
- Die gegnerische Klinge wird mit eigenen Klinge abgwehrt. Je nach Endstellung unterscheidet man Quart-, Sixt, Oktav-, Septim-Parade usw.. Klingenparaden können direkt, kreisförmig, halbkreisförmig oder nachgebend sein.
- Köperparade
- Meidebewegung, Abwehrreaktion mit der anstatt einer Klingenparade der gegnerische Treffer vermieden wird.
- Parade-Riposte
- Kombination aus Parade und Antwortangriff, wobei die durch den Angriff entstandene günstige Mensur nach der Parade zum Treffer genutzt wird.
- Passé
- (franz.) Stoß oder Hieb verfehlt den Körper des Gegners.
- Patinando
- (ital.) Schritt vor - Ausfall.
- Planche
- (franz.) siehe Fechtbahn
- Plaqué
- Der Stoß trifft nicht mit der Spitze, nur die Klinge wird "aufgelegt". Es wird kein Treffer angezeigt.
- Plastron
- (franz.) Unterziehweste
- Positionen
- Waffenstellung die häufig eingenommen werden als Einladung, Parade, Bindung oder Schlag. Werden mit Ziffern bezeichnet: Prim (1), Second (2), Terz (3), Quart(4), Quint (5), Sixt (6), Septim (7), Oktav (8).
- Präparation
- Vorbereitung einer Aktion bzw. Angriffs.
- Prim
- 1. Position. Eine obere innere, körpernahe Position.
- Prüfgewicht
- Vor jedem Florett- oder Degengefecht prüft der Obmann ob der Spitzendruck dem Reglement entspricht. Die Florettspitze muss ein 500g schweres Gewicht tragen ohne einen Treffer anzuzeigen, der Degen 750g.
- Quart
- 4. Position. Eine obere, innere Position. Neben der Sixt die gebräuchliste Position. Siehe Einladungen
- Quint
- 5. Position. Eine obere, innere Position. Bei den Stoßwaffen ähnlich der Quart aber näher am Körper, spielt aber beim Florett und Degen kaum noch eine Rolle. Beim Säbel eine völlig andere Faustlage. Die Waffe ist über dem Kopf quergestellt um Hiebe zur Maske abzuwehren.
- Rangliste
- Aufgrund der Ergebnisse bei Ranglisten-Turnieren führen der WFB Ranglisten auf Landesebene, der DFB auf Bundesebene und die FIE internationale Ranglisten.
- Redoublement
- (franz.) Wiederaufnahme. Neue einfache oder zusammengesetzte Aktion gegen einen Gegner, der pariert aber nicht ripostiert hat, oder lediglich zurückgewichen ist.
- Reglement
- Alle für das Sportfechten verbindlichen Regeln der FIE.
- Reprise
- (franz.)Sorftige Wiederaufnahme des Angriffs, nachdem sich der Gegner dem ersten Stoß entzogen hat. Z.B. durch Nachsetzen und erneuten Ausfall.
- Rimesse
- (franz.) Nachstoß. Angriffsfortsetzung. Ohne den Arm zurückzuziehen wird noch einmal gestoßen, wenn der Verteidiger nicht oder verzögert ripostiert. Wird von Anfängern oft unbewusst und taktisch falsch angewandt indem nochmal gestossen wird, obwohl der Gegner pariert hat und ripostiert. Es resultiert ein Doppeltreffer wobei der Verteidiger, der pariert hat, das Recht hat.
- Riposte
- Sofortiger Antwortangriff nach einer erfolgreichen Parade.
- Rote Karte
- Ein Straftreffer wird gegeben. Sie auch Verstoß.
- Runde
- Die Turnierteilnehmer werden zu Beginn zu Runden zusammengefasst, in denen jeder Fechter gegen jeden fechten muss. Die Auswertung über den Index entscheidet wer weiter kommt.
- Säbel
- Hieb- und Stosswaffe. Die Gesamtlänge ist maximal 105 cm. Die Klinge ist von Glocke zu Spitze maximal 88 cm lang. Um einen Treffer auszulösen muss die gegnerische Elektrojacke oder die Maske berührt werden.
- Schwarze Karte
- Turnierausschluss. Siehe auch Verstoss.
- Second
- 2. Position. Ähnliche Klingenposition wie bei der Oktav dabei ist die Faust jedoch zu- statt aufgedreht. Spielt beim Stossfechten kaum noch eine Rolle.
- Seitenrichter
- Ein oder zwei Seitenrichter können den Obmann unterstützen, z.B. um zu beobachten ob ein Fechter seine Trefffläche mit der unbewaffneten Hand verdeckt.
- Septim
- Siebte Position. Deckt die innere unter Blöße. Siehe Einladungen.
- Simultanée
- Gleichzeitig begonne Angriffe beider Fechter. Treffen dabei beide Fechter werden im Florett und Säbel die Treffer annulliert. Im Degen werden Doppeltreffer gewertet.
- Sixt
- 6. Position. Deckt die obere äußere Blöße. Die Sixt ist die häufigste Einladung. Siehe Einladungen.
- Sperrstoß
- Stoß zur gegnerischen Blöße, bei dem gleichzeitig der gegnerischen Klinge der Zugang zur eigenen Trefffläche versperrt wird.
- Standbein
- Das hintere Bein des Fechters in Fechtstellung.
- Straftreffer
- Bei bestimmten Regelverstößen vergibt der Obmann sofort einen Straftreffer (Rote Karte). Hat der Fechter bereits eine Verwarnung (Gelbe Karte) erhalten und erhält er im gleichen Gefecht eine weitere Verwarnung, wird er ebenfalls mit einem Straftreffer bestraft.
- Tableau
- Tabelle für eine Runde auf der alle Fechter vermerkt sind und die Ergebnisse der Gefechte eingetragen werden. Aus Berechnung von Sieg- und Trefferindex ergibt sich die Reihenfolge.
- TD
- Technische Direktorium; Wettkampfleitung des Turniers
- Tempoaktion
- Konteraktion in einen gegnerischen Angriff hinein. Beim Degenfechten genügt ein Zeitvorteil von 20-25 msec. Beim Florett und Säbelfechten muss die Konteraktion ein Fechttempo früher beginnen als die abschließende Angriffsaktion des Fechters.
- Tempo
- oft umgangssprachlich für Tempo commune = gleichzeitiger Angriff (Simultanée). Beim Florett und Säbel werden beide Treffer annuliert.
- Tempo commune
- (ital.) Gleichzeitiger Angriff
- Terz
- Dritte Position: deckt die obere äußere Blöße. Im Gegensatz zur Sixt ist die Faust zugedreht. Wird in den Stoßwaffen kaum noch verwendet. Im Säbel die häufigste Einladung.
- Treffer
- Stoß oder Hieb, der auf die gültige Trefffläche aufkommt und vom Elektromelder angezeigt wird. Beim Florett muß die Spitze mit einem Druck der einem Gewicht von 500 g entspricht 15 msec lang auf gültigen Treffläche eingedrückt sein, um einen Treffer anzuzeigen. Beim Degen sind es 750g und 2 msec. Beim Säbel reicht eine bloße Berührung der Treffläche mit Spitze oder Schneide für 1 msec. Beim Florett gibt es auch ungültige Treffer auf Körperteile aushalb der Treffläche, die mit weissen Lampen angezeigt werden. Sie unterbrechen das Gefecht ebenfalls.
- Treffervorrecht
- Für Florett und Säbel gilt das Treffervorrecht. Kurz gesagt leitet es sich von dem Grundsatz "Treffen ohne getroffen zu werden" her. Derjenige der zuerst einen Angriff beginnt und ohne Unterbrechung durchführt, hat das Vorrecht. Wird dieser Angriff pariert, geht das Vorrecht jetzt auf den Gegner über, er hat das Recht zur Riposte. Leuchten auf beiden Seiten Lampen auf, muss der Obmann entscheiden wer das Treffervorrecht hatte.
- Trefffläche
- Für die drei Waffen gibt es unterschiedliche gültige Trefflächen.
- Florett
- Gültige Trefffläche ist der Rumpf. Er wird durch die Brokatweste abgedeckt. Treffer auf die Maske, Arme und Beine lösen ungültige Treffer aus.
[Ab 2009 ist bei internationalen Wettkämpfen auch ein Teil des Latzes der Maske gültige Trefffläche. Ob diese Regelung auch für den DFB eingeführt wird, ist noch nicht klar.]
- Degen
- Gültige Trefffläche ist der gesamte Körper. Es ist daher keine besondere Ausrüstung nötig.
- Säbel
- Gültige Treffläche ist der Obkörper ab der Hüftkämme aufwärts inklusive Maske und Arme. E-Jacke, Handschuhe und Maske sind elektrisch leitend. Treffer auf ungültige Treffläche werden nicht angezeigt.
- Turnierreifeprüfung
- Theoretische und praktische Prüfung mit der gezeigt wird, dass ein Anfänger die wichtigsten technischen Grundelemente des Fechtens beherrscht und das Reglement kennt. Bei bestandener Prüfung erhält der Fechter den Fechtpass und darf damit an Turnieren teilnehmen.
- Übertragung
- Transport der gegnerischen Klinge, mit der eigenen Stärke gegen die Schwäche der gegnischen Klinge, ohne den Kontakt zu verlieren von einer Bindung zur anderen. Z.B. von Quart zur Oktav und umgekehrt.
- Umgehung
- Bewegung mit der eigenen Waffe um den gegnerischen Klingenbewegungen (z.B. bei Finten) auszuweichen oder um in eine andere Bindung zu gelangen. Die eigene Spitze bewegt sich dabei halbkreisförmig um die gegnerische Glocke.
- Umgehungsangriff
- Angriff der mit einer Umgehung eingeleitet wird, weil die eigene Klinge gebunden ist.
- Unterziehweste
- Schutzbekleidun für den Brust- und Halsbereich, die aller Fechter entsprechend der Sicherheitsvorschriften unter der Fechtjacke tragen müssen. (Mindestfestigkeit: 800 N)
- Verstoß
- Vergehen die Bestimmungen des FIE Reglements, die ein Fechter in einem Wettbewerb begeht. Werden mit einer Gelben Karte (Verwarnung), Roten Karte (Straftreffer) oder Schwarzen Karte (Ausschluss vom Turnier) geahndet.
Die Verstöße sind in vier Gruppen unterteilt:
- 1. Gruppe
- Der erste Verstoß wird mit einer Gelben Karte, jeder weitere Verstoß mit einer Roten Karte bestraft.
Beispiele:
Körper an Körper
Dem Gegner den Rücken zudrehen.
Bedecken der gültigen Treffläche
Seitliches Verlassen der Bahn um einen Treffer auszuweichen.
Material nicht regelgerecht
Fehlen von Ersatzwaffe und -kabel an der Bahn
Brutale Kampfweise
- 2. Gruppe
- Der erste Verstoß wird sofort mit einer Roten Karte, jeder weiterer Verstoß ebenfalls mit einer Roten Karte bestraft.
Beispiele:
Benutzen des unbewaffneten Armes/Hand
Fehlen der Kontrollmarken
Verlangen nach Gefechtsunterbrechung ohne wirkliche Verletzung
- 3. Gruppe
- Der erste Verstoß wird mit einer Roten Karte bestraft. Eine Wiederholung wird mit der schwarzen Karte bestraft.
Beispiele:
Fechter stört die Ordnung auf der Bahn
Unfaire Kampfweisse
Alle Personen die die Ordnung an der Bahn von außen stören.
- 4. Gruppe
- Der erste Verstoß wird mit der Schwarzen Karte bestraft.
Beispiele:
Betrug
Elektronische Kommunikation mit dem Trainer während des Gefechtes
Doping
Absichtliche Brutalität
- Victoire
- (franz.) Sieg, gewonnenes Gefecht wird im Tableau mit V (oder V und gegeben Treffer) eingetragen.
- Vorbereitung
- Obmann Kommando: "Vorbereitung Fechter A, Fechter B!", damit werden die Fechter die das nächste Gefecht nach dem laufenden bestreiten aufgefordert sich bereit zu halten.
- Waffenarm
- Arm der die Waffe führt.
- Wechselbindung
- Wird benutzt, um von einer Bindung in die andere zu wechseln. Dazu wird die Bindung gelöst, die Klingenspitze über oder unter die gegnerische Klinge halbkreisförmig herumgeführt und in der entgegengesetzten Bindungslinie erneut gebunden.
Beispiel: Sixtbindung -> Lösen der Bindung und Umgehung -> Quartbindung nehmen.
- Wechselparade
- Siehe Kreisparade
- WFB
- Württembergischer Fechterbund. Landesfachverband für das Sportfechten. Im Gebiet des Bundeslandes Baden-Württemberg gibt es neben dem WFB den Nordbadischen und den Südbadischen Fechterbund.
- Winkelstoß
- Stoß mit gebeugten Handgelenk um eine bessere Position der Klingenspitze zur gegnerischen Treffläche zu erreichen. Zum Beispiel beim Florett beim Stoß in die Flanke oder beim Degen auf die Hand.
- Wurfstoß
- sieher Coupé
- Zedierungsparade
- Nachgebeparade. Anstatt gegen den Druck der gegnerische Klinge gegenzuhalten, gibt man nach und lenkt die gegnerische Klinge ohne den Kontakt zu verlieren in eine andere Richtung. Anwendbar gegen Gleitstöße. Zum Beispiel Nachgebungsquart gegen Oktavgleitstoß.
- Zwischenstoß
- Siehe Arrét