Florett
Das Florett ist eine reine Stosswaffe, das heißt Treffer können nur mit einem Stoss mit der Spitze der Waffe gesetzt werden.
Das Florett ist maximal 110 cm lang. Man unterscheidet den Griff, die Glocke und die Klinge. Die Klinge ist maximal 90 cm lang. Für die Altersstufe der Schüler gibt es das "Miniflorett" mit einer Klingenlänge von 77 cm. Die Klinge des Floretts ist relativ flexibel.
Die gültige Trefffläche für das Florett ist der Torso, also der Körper ohne Maske, Arme und Beine. Um einen Treffer anzuzeigen, muss die Spitze mit 500g eingedrückt werden.
Gültige Trefffläche im Florett (dunkel)
Treffer auf die gültige Trefffläche werden am Melder mit einer grünen bzw. roten Lampe angezeigt, Treffer auf die ungültige Trefffläche werden mit einer weißen Lampe angezeigt. Die Trefffläche wird mit einer elektrisch leitenden Brokatweste bedeckt.
Beim Florett gilt das Treffervorrecht, d.h. dass bei einem Doppeltreffer nur der Treffer des Fechters, der das Treffervorrecht hatte, gezählt wird.
Die Regeln zum Treffervorrecht leiten sich im wesentlichen aus dem Grundsatz "Treffen ohne getroffen zu werden" her. Wer zuerst angreift, hat das Vorrecht. Wenn dieser Angriff trifft, ist dieser Treffer zu werten.
Der Angegriffene muss den Angriff abwehren, parieren. Das geschieht meist indem die gegnerische Klinge von der eigenen Trefffläche mit der eigenen Waffe abgelenkt wird - eine so genannte Parade. Nach einer erfolgreichen Parade geht das Vorrecht auf den Verteidiger über, er kann jetzt mit einem Gegenangriff, der so genannten Riposte, treffen.
Über das Treffervorrecht entscheidet im Zweifelsfall der Schiedsrichter, der im Fechten Obmann genannt wird.
Mit dem Florett wird vergleichsweise offensiv und athletisch gefochten.










